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Fassadenmontage

Anker SOLIX Balkonkraftwerk – Fassadenmontage meiner PV-Module im 90° Winkel

Anker SOLIX Balkonkraftwerk – Fassadenmontage meiner PV-Module im 90° Winkel

Anker SOLIX – Fassadenmontage meiner PV-Module im 90° Winkel Immer mehr Eigenheimbesitzer entdecken die Fassadenmontage von PV-Modulen als interessante Alternative zur klassischen Dach- oder Balkonlösung. In meinem Fall war es weniger eine Wahl, sondern eine Notwendigkeit. In diesem Beitrag zeige ich, warum ich meine Anker SOLIX Module im 90° Winkel an der Hauswand montiert habe, welche Vorteile das bringt und welches Montagesystem am Ende überzeugt hat. Warum eine 90° Wandmontage? Mein ursprünglicher Plan war die klassische Montage am Balkongeländer, doch das stellte sich schnell als unmöglich heraus.Das Geländer war nicht stabil genug, um die Module sicher zu tragen. Eine Aufständerung oberhalb des Balkons kam ebenfalls nicht infrage, weil sie den Balkon und vor allem das dahinterliegende Esszimmer zu stark verschattet hätte. Damit blieb letztlich nur eine sinnvolle Lösung: die vertikale Montage an der Fassade.Diese Variante wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich, hat aber einige klare Vorteile, vor allem im Winter. Vorteile der 90° Fassadenmontage Auch wenn ein 90° Winkel nicht der absolute Effizienzwinkel für PV-Erträge ist, zeigen sich deutliche Pluspunkte:Optimierte Winterleistung: Bei tiefstehender Wintersonne liefert die senkrechte Montage oft bessere Ergebnisse als eine klassische 45°-Dachneigung. Kein Schneeproblem: Während viele Anlagenbesitzer ihre Module im Schnee wieder freischaufeln mussten, blieben meine komplett schneefrei – so konnte ich jede Sonnenminute nutzen. Weniger Windlast: Durch die geringe Angriffsfläche ist die Fassade-Montage deutlich stabiler bei Windböen.So zeigt sich: Die senkrechte Montage ist nicht nur eine Notlösung, sondern kann bei entsprechendem Standort eine sehr durchdachte Alternative sein. Recherche zum passenden Montagesystem Die größte Herausforderung war, ein geeignetes Montagesystem für den 90° Einsatz an der Wand zu finden.Viele etablierte Anbieter wie K2 Systems oder Novotegra bieten zwar Bausätze an, doch diese richten sich ausschließlich an Fachbetriebe. Ohne Zugriff auf deren Planungstools war es schwierig, die richtigen Schienen, Klemmen und Halterungen zu ermitteln. Ich habe auch versucht, mit KI-Unterstützung ein System selbst zusammenzustellen – allerdings endeten viele Vorschläge preislich jenseits von Gut und Böse.Nach langer Recherche bin ich schließlich auf Wattstone gestoßen, genauer gesagt auf deren WandPV-System. Es erinnerte stark an die Profi-Systeme, wurde aber als Komplettbundle angeboten – ein echter Vorteil für Privatkunden. Dennoch verkauft Wattstone nicht direkt, sondern nur über Reseller. Wattstone WandPV-System von TP Homesolar Nach kurzer Suche fand ich den passenden Händler: TP Homesolar. Auf ihrer Website gibt es aktuell zwei Varianten des Wattstone-Wandsystems:eines für die vertikale Montage nebeneinander und eines für die horizontale Montage nebeneinanderIch wollte allerdings eine sogenannte „Sandwich“-Montage, bei der zwei Module horizontal übereinander angebracht werden. Ein kurzer Anruf bei TP Homesolar genügte: Ich erreichte direkt einen der Geschäftsführer, der mich bat, meine Anfrage kurz per Mail zu schicken. Wenige Stunden später hatte ich bereits ein maßgeschneidertes Angebot – für rund 190 € inklusive Versand. Das Paket enthielt fast alle benötigten Komponenten. Nur bei der Wandverankerung bin ich meinen eigenen Weg gegangen: Statt der mitgelieferten Dübel habe ich mich für die Montage mit Gewindestangen entschieden, um maximale Stabilität zu gewährleisten. Details dazu folgen in meinem nächsten Beitrag. Alternative Befestigungsmöglichkeiten Während meiner Recherche bin ich auch häufiger auf preiswerte Montagesysteme gestoßen, die vermeintlich für die Wandmontage geeignet sein sollen. Dabei handelt es sich meist um Sets, bei denen Montageschienen direkt an die Wand geschraubt und die Module anschließend mit Klemmen fixiert werden. Ein Beispiel dafür ist das System von Tepto, das offiziell als „Trapezblechdach-Montageset für 2 Module“ beworben wird:👉 https://www.tepto.de/Trapezblechdach-Montageset-fuer-2-Module-Photovoltaik-Balkonkraftwerk-30mm In der Beschreibung heißt es jedoch, dass dieses System auch für die Wandmontage geeignet ist – was mich persönlich etwas stutzig machte. Denn was auf Dächern problemlos funktioniert, ist nicht automatisch für vertikale Fassaden geeignet. Bei solchen günstigen Systemen hatte ich einige Bedenken:Für mich fühlten sich diese Dachlösungen an der Wand nicht angemessen an. Mein Ziel war eine Konstruktion, die jahrzehntelang an Ort und Stelle bleibt, ohne dass ich mich um Nachjustierungen oder Wartung kümmern muss. Außerdem wollte ich möglichst wenige Bohrlöcher in die Fassade setzen, um das Haus nicht unnötig zu schwächen oder zu beschädigen.Für Dächer mögen diese Lösungen praktikabel und bewährt sein – doch an der Wand erwarte ich eine deutlich höhere Dauerbelastung und Stabilität, insbesondere bei Sturm oder Schnee. Daher habe ich mich letztlich für das robustere Wattstone-System über TP Homesolar entschieden. Fazit Die 90° Fassadenmontage meiner Anker SOLIX* Module war nicht nur eine kreative Lösung für mein Platzproblem, sondern auch eine lohnenswerte Entscheidung in Sachen Effizienz, Sicherheit und Wartungsfreiheit. Mit dem richtigen Montagesystem – in meinem Fall dem Wattstone-System über TP Homesolar – lässt sich eine professionelle und optisch saubere Umsetzung auch für Privatleute problemlos realisieren. Für alle, die Alternativen prüfen wollen, gibt es auch günstigere DIY-Systeme – entscheidend ist, dass Sicherheit, Langlebigkeit und Montagequalität im Vordergrund stehen.